|
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Nordrhein-Westfalen An die protestierenden Studierendender Münsteraner Hochschulen Solidaritätsadresse Der GEW-Landesverband NRW solidarisiert sich mit den Protestaktionen der Studierenden der Münsteraner Hochschulen gegen die Einführung von Studiengebühren. Euer Protest ist eine gute Sache! Eure Aktionen zeigen, wie groß der gesellschaftliche Widerstand gegen die Einführung von Studiengebühren in NRW ist. Er wird sich – das zeigen die Aktionen der letzten Tage an vielen Universitäten – ausweiten. Das ist gut so! Wir lehnen Studiengebühren aus sozial, bildungs- und gesellschaftspolitischen Gründen ab. Studiengebühren lösen die Probleme unseres Bildungssystems nicht, sie verschärfen nur die soziale Kluft in unserem Land! Wir drücken gegenüber der Mehrheit im Senat der Universität Münster unsere deutliche Kritik aus. Wie kann der Senat der Universität, nachdem jahrelang ein gruppenübergreifender Konsens herrschte, keine Studiengebühren in Münster einzuführen, jetzt ein Votum für die sukzessive Einführung geben, wo die Argumente unverändert geblieben sind ? Wir erinnern daran: Es gibt keine rechtsverbindliche Regelung, die die Hochschulen zur Einführung von Gebühren verpflichtet. Das Gesetz ist auch rechtlich umstritten, viele Fachleute äußern massive Bedenken. Der DGB und GEW haben die Landesregierung aufgefordert, dieses Gesetz mit dem demagogischen Titel „Hochschulfinanzierungsgrechtigkeitsgesetz (HFGG) zurück zu ziehen. Wir wünschen Euch viel Erfolg bei Euren Aktionen und stehen auf Eurer Seite! Berthold Paschert Carsten Peters Referent GEW NRW Geschäftsführer GEW Münsterland |