Home arrow Archiv arrow Schlossbesetzung arrow Schloss-News
Schloss-News
Beratungsplenum der Offenen Universität Münster Drucken
Freitag, 02. Juni 2006

Am Mittwoch, den 07.06.06 um 20:00 Uhr treffen sich alle Interessierten in einem der hinteren Räume des Uferlos an der Mensa 1 am Aasee um sich über die Ziele der Offenen Universität Münster zu beraten.

Momentan wird noch an einer Diskussionsgrundlage gearbeitet um das Plenum am Mittwoch möglichst kurz zu halten. Wer bei dem Treffen inhaltlich mitmachen möchte, den bitten wir, sich mit einer kurzen Mail an Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst zu wenden, wir werden dann das bisherige Konzept darüber verteilen. Auch wäre es sehr hilfreich eine ungefähre Zahl zu wissen, wieviele denn kommen um im Zweifelsfalle einen größeren Raum organisieren zu können. Wir hoffen auf eine große Teilnehmerzahl. Laughing

 
Lese- und Diskussionskreis... Drucken
Sonntag, 28. Mai 2006

... zum Hochschulfreiheitsgesetz (HFG). Wir treffen uns heute wie geplant um 11 Uhr im S1. Interessierte sind willkommen!

 
20:00 Plenum - Diskussion der Perspektiven Drucken
Samstag, 27. Mai 2006

Einladung zum 20 Uhr Plenum am 27.5.2006 im S1

Das 13.00 Plenum hat soeben beschlossen, einen Aufruf an Alljene zu veröffentlichen, die sich bislang so kreativ und mutig gegen Studiengebühren und für bessere Studienbedingungen engagiert haben.  Gemeinsam möchten wir heute Abend im großen Kreis darüber entscheiden, wie wir weiterhin mit unserem Widerstand verfahren wollen und welche weiteren Perspektiven für Protest sich uns anbieten. Der AK Perspektiven wird dabei einige Vorschläge zur Diskussion stellen.

 
...der 2. Donnerstag im Südflügel Drucken
Mittwoch, 24. Mai 2006
Auch am Donnerstag haben wir wieder ein spannendes Programm zusammengestellt.
  • Um 10:30s.t. geht es los mit dem AK Inhalte/Forderungen der sich im S1 trifft um weiter am Thema Studiengebühren zu arbeiten nachdem wir am Mittwoch bereits den Dilger-Text durchgearbeitet haben.
  • Plenum wie immer um 13Uhr im S1
  • Um 14:30 gibt es ein Referat zu "Bertelsmannstiftung und Zivilgesellschaft" im S1.
  • Lese- und Diskussionskreis, Thema: das HFG (Hochschulfreiheitsgesetz), um 17 Uhr im S1
  • Plenum um 20Uhr im S1
  • Später Film
 
Erste Denkansätze zum Bereich Hochschulsteuerung Drucken
Mittwoch, 24. Mai 2006
Das nächste Treffen soll am Mittwoch 14Uhr im Südflügel des Schloss sein.
 

Hochschulsteuerung, -Finanzierung & Elite

Der Rektor sieht das ganze juristisch, wenn was geändert werden soll müssen die Gesetze geändert werden. Wir wollen über Hochschulsteuerung, Hochschulfinanzierung und Elitediskussion sprechen.

 Eliteuniversitäten:

Rot/Grün 2004?: Erste Ideen zur Einführung von Eliteuniversitäten, als weltweite Repräsentationsunis (Leuchttürme im Dunkel des deutschen Bildungssumpfes)

Ursprünglich 10 Eliteuniversitäten. Jetzt: Exzellenzcluster für bestimmte Fachbereiche/Fächer etc. (Wettbewerb um beste Forschungsuniversitäten)

Studiengebühren:

Begründungen

-         Das Land hat kein Geld

-         werden  von den Befürwortern als eine gerechte Finanzierung gesehen

-         Schaffen als Steuerungselement eine Marktsteuerung und dies soll zu guter Lehre führen

KapVO (das letzte mal in den 70er/80ern vorm Verfassungsgericht diskutiert): Land schreibt den Unis vor, wie viele Studierende sie aufnehmen – jeder neue Lehrauftrag verpflichtet zu zusätzlichen Studierenden

Vorm Verfassungsgericht angefochten: wenn Klage angenommen, und KapVO gekippt, können die Unis ihre Studierendenzahlen reduzieren und sich damit für die Exzellenz „gesund“ schrumpfen.

Theoretisch:

Bei einer Abschaffung der Höchstgrenzen für Studiengebühren und eine daraus resultierenden Vollfinanzierung müsste es einen Wettbewerb um die „guten“ Studierende geben. Folglich müssten die als „schlecht“ angesehenen Unis ihren Preis senken (z.B. Münster als „Massenuni“). Aber selbst bei Vollfinanzierung sind diese Steuerungseffekte sehr begrenzt (obwohl sie als Lösung für alles verkauft werden) denn es herrscht ein oligopolistischer Markt mit sehr vielen Nachfragern und nur wenigen großen Anbietern (Vergleichbar mit dem Strommarkt).

Grundsätzlich ist Vollfinanzierung aber utopisch:

Deshalb wird argumentiert das doch bereits bei 500Euro die als positiv angesehen Steuerungseffekte einsetzten und sich die Lehre verbessern wird, weil der Studierende als Kunde wahrgenommen wird.

Steuerungseffekte:

Studiengebühren: Gute Unis können höheren Preis nehmen, die Studis gehen trotzdem hin und die Lehre wird tendenziell besser Finanziert. Das Gegenteil gilt für Unis mit eher weniger gutem Ruf. Auch bei Exzellenzinitiative Förderung der Privilegierten, die eh schon besser versorgt sind. Verschuldungsdruck sorgt für Veränderungen bei der Studienfachwahl, Risiko zu hoch, Ausweichen auf Ausbildung, Verringerung der Chancen derjenigen mit geringerem Bildungsabschluss auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt sind. Faktisch eine „unkoordinierte“ Planwirtschaft auf dem Studiumsmarkt.

 Gesamtgesellschaftliche Perspektive:

Die BRD hat eine der niedrigsten Studierendenquote im Vergleich zu den anderen OECD-Ländern. Bildung ist aber wichtiger Faktor zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung einer Gesellschaft. Zum einen ermöglicht sie hochqualifizierte Arbeit, zum anderen ein selbstbestimmteres Leben und zumindest die Möglichkeit auf kritische Reflexion und gesellschaftlicher Veränderung.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es bei 500 € als Höchstgrenze für Studiengebühren bleibt?

Nicht hoch, da es nicht lange braucht bis die Hochschulen wegen eingefrorener Landesmittel mehr Geld fordern um die schlechten Lehrbedingungen zu verbessern.

Das Land hat zusagt die Ausgaben für die Hochschulen in der jetzigen Höhe beizubehalten?

Dies ist im Prinzip eine Kürzung, wegen der Erhöhung des Haushaltes (Durch Wirtschaftswachstum, Anstieg des Preisniveaus und Steuerwachstum) und dadurch der relativen Verringerung des Anteils der Ausgaben des Landes für Hochschulen.

 

Diskussionsansätze

A. Steuerungselemente

 

Steuerungseffekte:

-         Steuerung der Universitäten durch Studierende nicht mehr in Gremien, sondern über Studiengebühren (Bereiche können nur noch bestehen, wenn genügend Studierende dafür zahlen)

-         Der „marktliche“ Wunschtraum: Verbesserung der Lehre durch Studiengebühren, durch Evaluation und leistungsbezogene Entlohnung

-         Bologna ist dabei als Steuerungselement zu sehen: Bachelor als Regel-/Massenabschluss und damit Produktion von Zweiklassenstudierenden

 

Stipendien als adäquates Auffangmittel?: Finanziert von BMBF, Auswahlkriterien, Bedingungen – Förderung von wem, nach welchen Kriterien?

ECTS als Steuerungselement? Nur nachgefragte Veranstaltungen werden noch angeboten –(aber Sinn von ECTS ist ein veranstaltungsunabhängiges Studium), damit eine Konkurrenz zwischen den einzelnen Seminaren. Also Wettbewerb zwischen den Unis, Fachbereichen und Seminaren. In der Konsequenz auch Wettbewerb zwischen den Studierenden.

Wettbewerb zwischen Universitäten/Rankings: hat das den erhofften Einfluss auf die Studierendenzahlen? Ist die Transparenz gewahrt, hat man die entsprechenden Informationen? – hat das den erhofften Steuerungseffekt?

Master als Steuerungselement, das die Elitenbildung und den Wettbewerb zwischen den Studierenden fördert (siehe ECTS)

 

Perspektive: 

Öffentliche Diskussion, Zusammenarbeit der verschieden Statusgruppen an der Universität.

Andere Statusgruppen von den Argumenten überzeugen durch Inhalte. Dann kann man das HFG oder Studiengebühren verhindern durch Mehrheiten in den entsprechenden Gremien. – Aufruf an andere Gruppen: was haben die neuen Entwicklungen für Auswirkungen auf die unterschiedlichen Gruppierungen, auch Beschäftigte etc. man sollte sich nicht mit den verschiedenen Statusgruppen gegeneinander ausspielen lassen, sondern versuchen, zusammen für eine Ablehnung zu arbeiten.

Weiter …
 
<< Anfang < Vorherige 1 2 Nächste > Ende >>

Ergebnisse 1 - 9 von 14

© 2010 Offene Uni Münster Impressum
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.